Was bedeutet Swingerclubs, und was sind Swingerclubs

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Swingerclubs – Was interessierte Swinger wissen sollten!

Was ist ein Swingerclub?

Unter einem Swingerclub wird eine Clubform und zugleich ein physischer Ort verstanden, wo sogenannte Swinger aufeinander treffen, um dort ihre Sexualität frei mit wechselnden Partnern ausleben zu können. Die englische Bezeichnung „to swing“ beschreibt treffend, was ein Swinger in einem Swingerclub macht, nämlich seinen Körper „schwingen“ oder „hin- und herbewegen“, was sich natürlich auf den sexuellen Akt mit verschiedenen beliebigen Partnern bezieht. Swingerclubs bilden also Treffpunkte vornehmlich für Paare, die auf der Suche nach sexueller Abwechslung mit Gleichgesinnten sind. Auf Swinger-Partys sorgen Gruppensex, Partnertausch und Liveshows für viel Abwechslung unter den feiernden Swingern, die in lockerer aber gepflegter Umgebung mit den Partnern der Begierde auf den entsprechenden Spielwiesen und Rückzugsorten ihre Sexualität frei ausleben können.

Alles geschieht bei gehobenem Ambiente mit gastronomischer Verpflegung ungezwungen nach eigenem Wunsch - fern ab von der traditionellen und monogam ausgerichteten Sexualmoral der Mehrheitsgesellschaft oder religiöser, moralischer Eingeschränktheit. Im Swingerclub darf die Sexualität polygam, also mit mehr als nur einem Partner, genossen werden. Sämtliche sexuelle Handlungen erfolgen im gegenseitigen Einverständnis und folgen dem Verhaltenscodex des jeweiligen Swingerclub-Betreibers. Swingerclubs unterscheiden sich nach der jeweiligen Clubform, der dortigen Ausstattung, der Besucher mit bestimmten Vorlieben und Präferenzen sowie den herrschenden Gepflogenheiten im jeweils kulturellen Hintergrund.

Welche Clubformen gibt es?

Von Swingerclubs sind Pärchenclubs abzugrenzen, wo ausschließlich Paare Zutritt haben und Singles demensprechend ausgeschlossen werden. In Swingerclubs sind hingegen auch Einzelpersonen willkommen, wobei überwiegend Paare und Männer in der Überzahl sind. Da einzelne Frauen seltener Swingerclubs besuchen, herrscht meist Herrenüberschuss. Solche Besucherinnen, die in der Unterzahl sind, suchen also den Sex mit mehreren Männern und fühlen sich wohl in der reichen Auswahl.

Von Swingerclubs klar zu unterscheiden sind andere Betriebe und Einrichtungen, die Prostituierte beschäftigen. Bezeichnungen wie Saunaclub, Partytreff oder FKK-Club lassen auf das Vorhandensein professioneller Nutten schließen, die in Swingerclubs in der Regel nicht zum Einsatz kommen.

Welche Ausstattung ist in einem Swingerclub üblich?

Ein Swingerclub lässt sich wie folgt grob in drei Teile untergliedern:

a.) Zum einen gehören sanitäre Einrichtungen wie Umkleidebereich mit Schließfächern, Dusche und WC zur Grundausstattung, um die Hygiene sicherzustellen. Das gastronomische Equipment, darunter eine Theke mit Bar und ein Essbereich, sorgt für das nötige Wohlgefühl der Gäste. Hier stärken sich die Besucherinnen und Besucher in entspannter Atmosphäre.

b.) Im Zentrum des Swingerclubs steht der abgetrennte, meist themenbezogener Bereich zum Ausleben sexueller Aktivitäten. Dazu gehören zum Standard eine Erotik-Spielwiese für aktiven Gruppensex und ein kleines Zimmer mit „Glory Hole“, wo ein Mann unsichtbar von außen stimuliert werden kann. Übersetzt heißt dieser Begriff Loch des Ruhmes oder der Ehre für anonyme Sexualkontakte. Zur Einrichtung gehören weiter ein Darkroom, also ein höchstens spärlich beleuchteter Raum sowie ein Raum mit „Gynstuhl“ zur gynäkologischen Untersuchung des Unterleibes zusammen mit einer Massageliege.

c.) Weitere abschließbare Räume werden in vielen Einrichtungen angeboten, in denen sich Einzelne zurückziehen können, darunter meist auch ein SM-Raum für Sado-Maso-Aktivitäten. Je nach Komfort bieten gehobene Swingerclubs darüber hinaus Einrichtungen wie Sauna, Whirlpool, Swimming-Pool, Diskothek, Terrasse und Außenanlagen an. Monitore mit Porno-Film-Sequenzen zur Luststeigerung und teilweise entspannende Musik in den Lusträumlichkeiten runden die Atmosphäre ab.

Zutritt und Preise für den Besucher:

In den meisten Swingerclubs ist ein Pauschalpreis zu entrichten, der beim Eintritt erhoben wird. Damit sind die meisten Getränke sowie das Essen in der Lokalität bezahlt. Ein Paar, das einen reinen Pärchenclub besucht, hat durchschnittlich einen Pauschalpreis von 100 Euro zu entrichten, während Herren bis zu 150 Euro für den Einlass im Falle eines Herrenüberschusses bezahlen müssen. Einzelfrauen haben deshalb häufig kostenlosen Zutritt, was gelegentlich auch für Paare in Herren-Überschuss-Clubs gilt. Stammgästen werden teilweise Preisnachlässe gewährt, um die Nachfrage anzukurbeln oder die Auslastung zumindest stabil zu halten. Nicht erlaubt ist der Zutritt für Minderjährige. Swingerclub-Betreiber verwehren ungepflegt wirkenden Personen den Zutritt. Leute, die unter starken Alkohol- oder Drogeneinfluss stehen, finden ebenso keinen Einlass.

Die unterschiedlichen Angebote der Clubs führen je nach Luxusausstattung und gebotener Bewirtungsqualität zu teilweise beträchtlichen Preisunterschieden. Übernachtungsmöglichkeiten bieten einzelne Clubs zusätzlich an, was bei der Swingerclub-Auswahl mit zu berücksichtigen gilt.

Öffnungszeiten und spezielle Programme:

Fast alle Einrichtungen öffnen am Freitag und Samstag am Tage vor einem Feiertag. Manche Swingerclubs begrüßen die Swinger auch an sonstigen Wochentagen und an Sonntagen. Die jeweilige Swinger-Club-Homepage informiert darüber. Swingerclubs öffnen am Abend meist ab 20 Uhr, insbesondere an Sonntagen und in Einzelfällen auch am Vor- oder Nachmittag.

Manche Swingerclubs kündigen vorher spezielle Mottoabende an, damit besondere Zielgruppen an festgesetzten Tagen vorrangig Einlass finden. Fetisch in Lack und Leder, Freie Körperkultur (FKK) oder ausgelebte Bi-Sexualität sind solche speziellen Themenabende. Damit die Betreiber organisatorisch gerade hinsichtlich des Buffets planen können, sind vorherige Anmeldungen Usus.

Gepflogenheiten, Ablauf und Hygiene:

Grundsätzlich werden den Erstbesuchern eines Swingerclubs am Anfang alle Räumlichkeiten vorgestellt und die hausinternen Spielregeln erläutert. Dort besitzt das grundsätzliche Motto Gültigkeit, dass eben alles geschehen kann, aber nichts geschehen muss!

Dies bedeutet, dass grundsätzlich alle sexuellen Praktiken, Spielarten und Varianten legaler Art möglich sind, allerdings ausnahmslos mit gegenseitigem Einverständnis stattfinden müssen. Die Nichtbeachtung dieses ehernen Swinger-Gesetzes führt zum sofortigen Ausschluss. Die Besucher ziehen sich nach der Bezahlung zunächst im Umkleidebereich des Swingerclubs um. Die Kleidung verstauen die Gäste aus Sicherheitsgründen in einem abschließbaren Schrank bzw. Spint.

Je nach Land und Art des Swingerclubs variieren die Bekleidungsregeln. In den meisten Swingerclubs Nordamerikas und Europas werden als Kleidungsstandard meist Dessous verlangt, die das gängige Club-Outfit unter den Swingern darstellen. Verpönt gilt bei den Herren das Baumwoll-Feinripp-Unterhemd. Ein leichtes Fetisch-Outfit, also Lack und Leder, wird in vielen Swingerclubs erwartet und ist bei Motto-Partys vorgeschrieben. Etwas prüder geht es in europäischen Ländern wie Frankreich, Spanien und Italien zu: Denn dort behalten die Besucher ihre Kleidung meist an und entkleiden sich im Gegensatz zur deutschen Swinger-Konvention erst nach dem Betreten der erotischen Spielwiesen.

Safer Sex steht in Swingerclubs ganz oben auf der Tagesordnung. Geschlechtsverkehr ohne Kondom wird im Swingerclub vornehmlich unter den festen Pärchen und Partnern ausgeübt. Die Kondome liegen einerseits in den erotischen Spielzimmern bereit. Andererseits können die Gäste solche selbstständig an der Theke verlangen. Nur durch Safer Sex können gesundheitliche Risiko-Infektionen mit HIV bzw. AIDS sowie die erhöhte Ansteckungsgefahr mit weiteren sexuell übertragbaren Erkrankungen wie Hepatitis, Tripper und Chlamydien minimiert werden. Deshalb bieten Präservative im Zuge häufiger Sexualkontakte, die mit wechselnden Partnern erfolgen, allen Gästen und Swingern im Club den größtmöglichen Gesundheits-Schutz.

Verbreitung und Organisation der Swinger-Szene:

In Europa sind Swingerclubs nahezu in jedem Land mehrfach vertreten; darüber hinaus auch in Neuseeland, Australien und Nordamerika. Swingerclubs mit speziell konzipierten Ferienanlagen befinden sich vornehmlich in der Karibik. In den Großstädten Südamerikas existieren Swingerclubs teilweise. In Afrika und Asien sind bislang kaum Swingerclubs vertreten.

Swinger und Clubs aus 27 Ländern sind im Verein namens „International NASCA“, mit Sitz im US-Bundesstaat Kalifornien, organisiert. Speziell im deutschsprachigen Raum besteht der eingetragene Verein der Swingerclubs, ZPS e. V., als Zusammenschluss der Swingerclubs und Swingerpaare. Die Swinger-Community ist darüber hinaus zum Austausch auf diversen Internetplattformen vertreten. Die meisten Swingerclubs haben mittlerweile ihre eigenen Websites, die umfassende Club-Informationen für interessierte Swinger bereitstellen.

Swinger-Live.de ist seit 2003 mit die erste und führende Swinger-Community mit über 120.000 Usern im deutschsprachigen Raum. Swinger Live hilft zudem bei der Vermittlung gleichgesinnter Swinger sowie bei der Auswahl und Bewertung von Swingerclubs.


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