Gruppensex mit mehreren Partner

Gruppensex mit mehreren Partner
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Gruppensex - Traumerfüllung für hedonistische Freigeister

Obwohl sich heutzutage alle sexuell offen und tolerant geben, ist Sex mit mehreren Partnern nicht für jeden geeignet. Wenn man vom Schäferstündchen mit mehreren Partnern träumt, sollte man einiges beachten, bevor es zur Sache geht. Was damit gemeint ist und was es bedeutet erfahren Sie in diesem Beitrag.

Gruppensex, der Unterschied zum Paaarsex

Mit Gruppensex bezeichnet man sexuelle Handlungen, an denen mehr als zwei Personen aktiv oder passiv beteiligt sind. Bei drei Beteiligten spricht man von einer Triole oder umgangssprachlich einem "flotten Dreier". Häufig wird Gruppensex auch mit Partnertausch kombiniert. An diesem Spiel nehmen dann zwei oder mehrere Paare teil. Oft findet Gruppensex auf speziell für diesen Anlass organisierten privaten oder öffentlichen Partys oder in sogenannten Swingerclubs statt.

Die Teilnehmer an diesen Veranstaltungen werden Swinger genannt. Gemeint sind sexuelle Hedonisten, die ihre Sexualität ohne moralische Einschränkungen mit wechselnden Partnern ausleben. Nach Schätzungen des amerikanischen Kinsey-Institus sind 2-4 Prozent der amerkanischen Ehepaare Swinger, auf Deutschland übertragen hängen zwischen 370.000 und 735.000 Menschen der Swingerkultur an. Das Swingen ist jedoch von ähnlichen Formen wie der Polygamie (Vielehe) oder der Polyamory (= Liebensbeziehung zu mehreren Personen) zu unterscheiden. Den Swinger interessiert vor allem das sexuelle Erlebnis, am Nächsten steht der One-Night-Stand dieser Form des zwischenmenschlichen Kontakts.

Gruppensex in der Kulturgeschiche - ein kurzer Überblick

Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern, also promiskuitives Sexualverhalten, kommt praktisch in allen Zeiten und Kulturen vor. Die Kulturgeschichte ist reich an literarischen Darstellungen und Illustrationen zu dem Thema. Das erste Volk, von dem Überlieferungen vorhanden sind, waren die antiken Griechen, die das Thema auf Vasen und Keramiken an die Öffentlichkeit brachten. Aus dem römischen Reich sind neben Vasen auch Fresken mit erotischen Abbildungen erhalten. Diese wurden vor allem in den Thermen von Pompeji gefunden. Weil die Stadt durch den Ausbruch des Vesuv seit dem Jahr 79 nach unserer Zeitrechnung verschüttet waren, sind diese besonders gut erhalten. Aus den früheren Hochkulturen Chinas und Indiens sind ebenfalls zahlreiche literarische und künstlerische Zeugnisse in Tempelruinen bekannt. Diese sind in der Regel in einem religiösen Kontext zu deuten. Besonders bekannt durch die Opulenz seiner Darstellungen ist das Kamasutra: Darin geht es jedoch nicht um Religion, sondern um Spaß und sexuelle Erfüllung.

Ausgehend von den USA breitete sich das Swingen in Westeuropa und in (West)-Deutschland in den späten 60iger Jahren aus. Auch in der ehemaligen DDR gab es eine kleine Swingerszene. In Zeitschriften wie "Das Magazin" und "Wochenpost" suchten tolerante Paare per Annonce Gleichgesinnte mit Interesse an FKK und Erotikfotografie.

Die Praxis

Die beliebtesten Treffpunkte für Gruppensex sind neben den erwähnten Swingerclubs

  • Baggerseen
  • Autobahnraststätten
  • Pornokinos

Das Internet hat es durch spezielle Foren und Börsen ernorm erleichtert, Gruppensexpartys im privaten Rahmen zu organisieren. Trotz der vertrauten Atmosphäre bleiben die Teilnehmer bei diesen Veranstaltungen eher distanziert. Das liegt daran, dass emotional tief gehende Freundschaften in der Szene oft nicht erwünscht sind und eher One-Night-Stands gesucht werden.

Risiken und Nebenwirkungen für Paare

Es macht einen Unterschied, wenn die Teilnehmer beim Gruppensex ungebundene Einzelpersonen oder Paare sind. Für die Verheiratete und Liebespärchen gelten besondere Regeln. Paare, die das Ganze ausprobieren wollen, sollten ein festes Vertrauensverhältnis zueinander haben, denn Eifersucht oder das Aufbauen einer emotionalen Verbindung zu einem der Sexpartner können zu schweren Belastungen in einer Beziehung führen. Schnell stellen sich Selbstzweifel oder Minderwertigkeitsgefühle ein, wenn man zum Beispiel beim Partner einen intensiven, so nie erlebten Orgasmus beobachtet. Da man solche und andere Folgen nicht in jedem Fall vorhersehen kann, sollte man das Gruppensexerlebnis vorher mit dem Partner durchsprechen, denn Spontanität ist in diesem Bereich riskant. Absolutes Tabu ist es, den Partner zu einer solchen Praktik zu zwingen.

"Alles kann, nichts muss" - Die Spielregeln

Dies ist das Grundmotto der Szene. Swingerclubs lösen in den Köpfen der meisten Vorstellungen von etwas Verruchtem aus. Dennoch gibt es in den Clubs klare Regeln, an die sich alle halten müssen. Geduldet werden alle sexuellen Spielarten, jedoch wird niemand auf den Veranstaltungen zu etwas gezwungen oder zu einer bestimmten Praktik genötigt. Entsprechend breit gefächert sind die Vorlieben der Teilnehmer. Neben normalem Geschlechtsverkehr mit einem fremden Partner und Handlungen, die einen Dritten mit einschließen, kommen vor:

  • der sog. Gangbang, umgangssprachlich auch "Rudelbums" genannt
  • exhibitionistische und
  • voyeuristische Handlungen

Bei den beiden letztgenannten Vorlieben kommt es nicht zu einem Körperkontakt, sondern es geht eher ums Sehen und Gesehenwerden, das gegenseitige Beobachten und Fotografieren sexueller Handlungen. Andere präsentieren gerne ihre Dessous aus Leder, Lack und Spitzen. Anders als im Bordell hat im Swingerclub niemand ein Anrecht auf die Teilnahme an sexuellen Handlungen. Ablehnung, auch in non verbaler Form vorgetragen, muss auch in den zwanglosesten Situationen von allen Teilnehmern akzeptiert werden. Der freundliche und respektvolle Umgang miteinander steht immer im Mittelpunkt. Neben einem gepflegten Äußeren, das Clubbetreiber von ihren Gästen in jedem Fall erwarten, sind auch Dessous und erotische Accessoires gern gesehen. Oft stehen die Veranstaltungen auch unter einem bestimmten Themenmotto wie zum Beispiel "kinky", "Burlesque" oder "super sexy", dann ist ein passender Dresscode einzuhalten. Auch wichtig: In jedem Fall sollte man sich durch ein Kondom vor übertragbaren Geschlechtskrankheiten wie einer HIV-Infektion, Hepatitis, Syphilis oder Gonorrhö schützen, denn selbst das aufregendste Erlebnis ist es nicht wert, seine Gesundheit aufs Spiel zu setzen.

Die gesetzliche Situation in Deutschland

Gruppensex wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz der Privatsphäre zugerechnet. Das Ausleben sexueller Praktiken innerhalb der vorgeschriebenen Grenzen wird vom Staat nicht sanktioniert: Niemand macht sich mit diesen Sexualpraktiken strafbar. Jedoch gilt das öffentliche Propagieren von Gruppensex und Swingerclubs als Verstoß gegen den Jugendschutz und kann entsprechend geahndet werden.

Fazit

Gruppensex ist eine sexuelle Praktik, die heutzutage immer mehr Anhänger findet. Wenn sich Paare dazu entschließen, es zu machen, stehen verschiedene Motive dahinter. Einige genießen es, beim Sex beobachtet zu werden, andere lieben die Beobachtung. Sie sind also eher exhibitionistisch oder voyeuristisch veranlagt. Vor dem Gruppensex sollten sich Paare darüber klar werden, worauf sie sich einlassen und wie sie das Erlebte verarbeiten. Das setzt Absprachen mit dem Partner und eine gewisse Planung voraus. Sonst muss man die unangenehmen Seiten wie Eifersucht in Kauf nehmen oder auf das Abenteuer verzichten.


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