Fisting, was bedeutet das genau?

Fisting, was bedeutet das genau?
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Was ist Fisting, und was bedeutet das genau?

Unter der Bezeichnung Fisting wird eine Sexpraktik verstanden, bei welcher entweder mehrere Finger oder die ganze Hand (mitunter auch mehrere Hände) in die Vagina oder auch den Anus eindringen. Für viele Menschen ist Fisting eine brachiale Sexpraktik; für andere hingegen ein unglaubliches und sehr intensives Erlebnis. Auf Grund der Tatsache, dass sich die Frau "voll ausgefüllt" fühlt, erlebt sie mitunter stärkere Orgasmen. Im Endeffekt spielt es keine Rolle, ob Fisting als brachial oder abstoßend angesehen wird; erlaubt ist, was beiden Partnern Spaß macht.

Die Fisting-Varianten im Detail

Unterschieden wird zwischen einem vaginalen, analen sowie doppelten Faustverkehr. Während die Vagina - auf Grund ihrer Fähigkeit als Geburtskanal - relativ dehnbar ist, muss beim analen Fisting darauf geachtet werden, da der Anus weitaus enger und auch weniger dehnbar ist. Beim doppelten Faustverkehr wird die Vagina sowie der Anus gleichzeitig penetriert; mitunter können auch mehrere Hände direkt in die Vagina eingeführt werden.

Das erste Mal - was ist zu beachten?

Vor allem Anfänger sollten sich zu Beginn über das Thema informieren und mitunter auch die unterschiedlichen Aspekte berücksichtigen. Es gibt nämlich nicht nur unzählige Fisting-Arten, sondern natürlich auch Risiken und Gefahren, die keinesfalls unterschätzt werden dürfen. Wie bei allen Sexpraktiken ist es auch beim Fisting von enormer Bedeutung, dass mit dem Partner auch darüber kommuniziert wird.

Vertrauen zählt zu den wichtigsten Faktoren, wenn man sich für das vaginale oder anale Fisting entscheidet. Zu beachten ist für eine entspannte Atmosphäre zu sorgen und auch hygienische Vorkehrungen zu treffen. Vor allem Anfänger sollten beim ersten Mal ruhig Einweghandschuhe verwenden.

Auch wenn diese Sicherheitsmaßnahme nicht unbedingt erforderlich ist, kann sich - in Verbindung mit Einweghandschuhen und Gleitgel - die Handlung leichter gestalten. Dies deshalb, da Gleitgel ziemlich schnell zwischen den Fingern ist bzw. einzieht, sodass ein sanftes Eindringen nicht mehr oder nur erschwert möglich ist. Zudem sollte man, vor allem als Neuling, mit Ruhe und Geduld an die Sache rangehen und zuerst mehrere Finger einführen, bevor mitunter die ganze Hand in die Vagina oder in den Anus geführt wird. Nur wer mit Vorsicht und Geduld das Fisting praktiziert, wird am Ende auch daran Gefallen finden.

Gefahren und mögliche Risiken

Natürlich können auch Verletzungen auftreten. Wer gewaltsam oder zu schnell in den Anus oder in die Vagina eindringt, kann im Extremfall auch Darmperforationen hervorrufen, die in weiterer Folge einen medizinischen Notfall darstellen. Des Weiteren besteht die Gefahr einer Infektion (Herpes, Tripper, Feigwarzen) bzw. eines Pilzbefalls. Mitunter kann - im Rahmen des Fistings - auch Hepatitis C übertragen werden. Die Wahrscheinlichkeit an HIV zu erkranken, ist gering.

Es kann aber auch zu langfristigen Folgen kommen. Bislang sind jene zwar noch nicht zur Gänze geklärt, sollten aber dennoch berücksichtigt werden. Denn anales Fisting und die Analdehnung können sehr wohl zu Analfissuren führen. Jene sorgen in weiterer Folge zu Schließmuskelschädigungen, sodass mitunter die Gefahr einer Stuhlinkontinenz gegeben ist. Die Tatsachen, dass nur Frauen "gefistet" werden sollten, die ein breites Becken bzw. noch im jüngeren, "dehnbaren" Alter sind, stimmen nicht. Grundsätzlich spielt es keine Rolle, ob die Frau jünger oder älter, breiter oder schmäler gebaut ist.

Zu guter letzt

Auch wenn Fisting für viele Menschen abschreckend ist, handelt es sich um eine gewöhnliche Sexpraktik, die - wenn sie mit Ruhe, Geduld und Vorsicht ausgeübt wird - zu intensiven Orgasmen führen kann.


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