Informationen zum Thema Swinger

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Swingen – was ist das eigentlich?

Hier findest du alle Informationen zum Thema Swingen. Das Swingen stammt aus dem englischen und bedeutet so viel, wie „schwingen“ oder „hin- und her bewegen“. Swinger leben ihre Sexualität frei aus – fernab konventioneller Moralvorstellungen und gesellschaftlicher Konventionen. Sie haben verschiedene Sexualpartner und leben nicht in monogamen Beziehungen. Swinger und deren Partner haben Sex mit verschiedenen Leuten – in der Regel in gegenseitigem Einverständnis oder sogar gemeinsam. Manchmal sind ihnen diese Sexualpartner sogar gänzlich fremd. Sie treffen sich für Swingersex oder Gruppensex auf öffentlichen Parkplätzen, privaten Partys oder in Swingerclubs.

Dabei ist das Swingen eine rein sexuelle Komponente – auf emotionaler Ebene bleiben Swinger ihrem Partner treu. Swinger-Kontakte, die über das sexuelle Vergnügen hinausgehen, sind äußerst selten.

Obwohl es diese Form der Sexualität schon länger gibt, ist die Bezeichnung „Swinger“ erst seit dem 20. Jahrhundert geläufig.

Nur eine Modeerscheinung?

Nein, ganz und gar nicht! Promiskuitives Sexualverhalten (Sex mit wechselnden Partnern) existiert in nahezu allen Epochen und allen Völkern. Hierbei muss man allerdings zwischen der Polygamie (gesellschaftlich anerkannte Form der Vielehe), der Polyamory (Liebesbeziehung zwischen mehreren Personen) und dem Swingen differenzieren.

Das Swingen bezieht sich ausschließlich auf das sexuelle Erlebnis zwischen zwei oder mehr Personen, ohne persönliche Bindungen oder Emotionen.

Weitergehende Beziehungen oder Freundschaften waren lange verpönt – heute ist die Einstellung dazu zum Glück lockerer: Viele Swinger pflegen lange Freundschaften und treffen sich immer wieder zum gemeinsamen Swingersex oder Gruppensex.

Swinger kommen aus allen gesellschaftlichen Schichten und allen Altersklassen zusammen: Woher man kommt und was man macht ist nicht wichtig: Hauptsache die Chemie steht, man hat gemeinsamen Spaß und schwimmt auf einer Wellenlänge.

Schon die Römer waren Swinger

Die Orgien im alten Rom oder die Konkubinen und Mätressen des Barock verraten es: Das Swingen, wie wir es heute kennen, blickt auf eine lange Geschichte zurück.

Im alten Rom zum Beispiel gehörten Wein und Orgien zum täglichen Vergnügen der gehobenen Stände. Jedoch waren die Römer keineswegs Erfinder dieser zügellosen Gelage: Griechische Aufzeichnungen besagen, dass zur Unterhaltung des Symposiums auch Hetären (Prostituierte) geladen waren, um das Komitee „geistreich“ zu unterhalten. In grafischen Darstellungen sind zahlreiche erotische Szenen zu sehen und auch in Romanen berichten die Erzähler von lüsternen Gelagen.

Und heute?

Swingen ist heute populär wie nie! Statistiken zu Trennungen und die Scheidungsrate zeigen, dass monogame Beziehungen für viele Menschen nicht funktionieren.

Unsere Gesellschaft wird offener, freizügiger und auch toleranter. Im Fernsehen und im Internet lernen wir Welten kennen, die wir vorher nicht kannten. Das macht neugierig und Lust auf Neues.

Ist monogam noch zeitgemäß?

Seitensprungagenturen boomen, die Scheidungsrate steigt – die Flucht in ein kurzes Abenteuer geschieht meist anonym und schnell. Jeder zweite hat schon einmal seinen Partner betrogen.

Doch muss das sein?

Wir finden: NEIN!

Ein offenes Beziehungsmodell und ein entspannter Umgang miteinander – auch sexuell – können vielen Problemen entgegenwirken. Diese Probleme können verschiedene Ursachen haben: Sei es die Routine im Bett oder im Alltag, die „Angst“, etwas zu verpassen oder einfach die Neugier auf neue Partner und Menschen: Swinger sind glücklicher! Durch Swingersex, Gruppensex oder die Treffen in Swingerclubs befriedigen Singles oder Paare ihre Neugier und die Lust auf Neues.

Natürlich gibt es auch Menschen, die ihr Leben monogam und zufrieden verbringen – das darf zum Glück jeder für sich selbst entscheiden.

Sind Swinger glücklicher?

Swinger erleben permanent Neues, sammeln Erfahrungen und lernen sich und ihren Körper mit jedem Partner neu kennen.

Diese Erlebnisse schweißen Swinger-Paare enger zusammen: gemeinsam entdeckt man Spielarten, die man in der Zweisamkeit kaum erkundet hätte, spürt einen Hauch von lustvoller Eifersucht, die einem sonst verborgen blieb oder weckt Begehrlichkeiten, die man bisher nicht kannte.

Gut für die Beziehung

Kommen beide Partner gut damit klar, dass es neben ihnen noch andere sexuelle Partner gibt, kann dies die Beziehung enorm stärken. Die Verbundenheit zwischen den Partnern wird gefestigt und die gemeinsamen Erlebnisse im Swingerclub bringen das Paar emotional und auch körperlich auf eine ganz neue Ebene. Swinger-Sex oder Gruppensex kann also durchaus eine „therapeutische“ Wirkung haben.

Wen treffe ich auf Swinger-Live oder bei „echten“ Events?

Swinger kommen aus allen Altersklassen, allen gesellschaftlichen Schichten und aus allen Regionen. Das Durchschnittsalter liegt zwischen 35 und 45 Jahren – jedoch ist dies eben nur der Durchschnitt. Sowohl bei Swinger-Live als auch bei Events wirst du Leute treffen, die 19, 21, 57 oder 65 Jahre alt sind. Die Mehrzahl der Swinger ist freundlich, gepflegt, kontaktfreudig und verhält sich respektvoll – und das ist doch das Wichtigste, oder?

Das erste Mal

Wenn du allein oder mit deinem Partner zum ersten Mal in einen Swingerclub oder zu einem Swinger-Treff gehst, bist du vielleicht verunsichert. Du fragst dich, was dich erwartet und was von dir erwartet wird. Die Antwort darauf ist ganz einfach: „Alles kann, nichts muss“ oder auch „erlaubt ist, was gefällt“.

Deine Kleidung sollte sexy sein – und trotzdem solltest du dich darin wohlfühlen. Für Frauen wird häufig ein kurzes Kleid, Hotpants oder Dessous empfohlen. Herren wählen eine sexy Retro-Shorts oder Leinenhosen und ein Hemd oder lassen den Oberkörper frei. Auch „spezielle“ Kleidung, wie zum Beispiel Lederhosen oder Netzhemden, ist häufig gern gesehen. Wenn du unsicher bist, frag einfach beim Veranstalter nach – er gibt dir gerne Auskunft über den Dresscode.

Anders, als zum Beispiel in einem Bordell, hat niemand Anspruch auf bestimmte Personen oder erotische Kontakte. Ein „Nein“ wird immer akzeptiert. Meistens reicht es als Absage, wenn man sich leicht abwendet. Auch ist niemand dazu verpflichtet, bei Spielarten mitzumachen, die er nicht mag: Die Grenzen steckt jeder für sich ab.

Vielleicht möchtest du erstmal nur zuschauen, oder aber gleich ins Getümmel – beides ist völlig in Ordnung und wird von allen akzeptiert.

Wie knüpft man Kontakte?

Das ist viel einfacher, als es scheint: Man sitzt zusammen, isst gemeinsam oder trifft sich an der Bar. Gespräche und Kontakte ergeben sich von ganz alleine.

Viele Veranstalter nehmen auf Wunsch „Neulinge“ unter ihre Fittiche; sie stellen sie den anderen Teilnehmern vor oder beraten sie zur Kontaktaufnahme.

Denke immer daran: Genau wie du, sind auch die anderen da, um Kontakte zu knüpfen!