Gruppensex, Beweggründe und Konstellationen

Gruppensex, Beweggründe und Konstellationen
Facebook Beitrag teilen Google+ Beitrag teilen Twitter Beitrag teilen

Beweggründe und Konstellationen für Gruppensex

Gruppensex ist eine gewagte Sache, die dennoch viele Menschen reizt. Doch warum eigentlich? Häufig ist es alleine der Reiz des Wortes: Gruppensex, Sex mit mehreren Menschen gleichzeitig. Wie kann Gruppensex in der Realität ablaufen, worauf sollte man sich einstellen, was kann passieren und was gehört definitiv in die Welt der Fantasie?

Was ist Gruppensex?

Gruppensex ist eine Bezeichnung für Sex, den mehr als zwei Menschen zur gleichen Zeit am gleichen Ort haben. Dabei können mehrere Paare nur miteinander, aber im Beisein der anderen miteinander verkehren, oder aber die Sexualpartner werden dabei getauscht. Möglich sind auch Dreier, Vierer und ähnliche Konstellationen. Gruppensex kommt bei Homo- und Heterosexuellen vor, die sexuelle Ausrichtung spielt dabei keine Rolle.

Es kann sogar gemischte Gruppen geben, da man sich beim Gruppensex nicht von jedem Gruppenmitglied berühren lassen muss - es geht zunächst nur ums Beisein der anderen. Es ist grundsätzlich alles erlaubt, was gefällt und worin die Beteiligten einwilligen, es wird jedoch keinesfalls etwas erzwungen.

Voraussetzungen für guten Gruppensex

Gruppensex ist natürlich nichts, was spontan entsteht - zumindest in den meisten Fällen. Deswegen sollte dabei nur das passieren, was vorher abgesprochen wird, auf diese Absprache darf nicht verzichtet werden.

Die Teilnehmer, die sich bereits kennen, werden zwar aufeinander einzugehen wissen, doch spätestens dann, wenn ein einziger Neuling zur Gruppe stößt, ist das nicht mehr so selbsterklärend. Alle Beteiligten müssen sich vorher darüber austauschen, was sie sich unter dem Gruppensex vorstellen, was sie möchten und was für sie ein absolutes Tabu ist. Daran wird sich bedingungslos gehalten, um schlimme Erfahrungen zu vermeiden und es für alle zu einem schönen Erlebnis zu machen. Mitten im Geschehen gelten außerdem die für jeden Menschen verständlichen Signale der Körpersprache. Wird die Hand weggeschoben, dreht sich ein Teilnehmer weg oder reagiert anderweitig abweisend, muss das respektiert werden.

Wieso wollen Menschen Gruppensex?

Anfangs, wenn man frisch verliebt in einen Partner ist, ist der Sex mit diesem Menschen aufregend, toll, prickelnd... und vor allem neu. Das bleibt nur in Einzelfällen ein Leben lang so, sodass sich die meisten Erwachsenen irgendwann danach sehnen, sexuell Neues auszuprobieren.

Eine der Ideen, auf die sie dabei kommen, ist Gruppensex. Manche finden es erregend, zwar bei ihrem Partner zu bleiben, aber gleichzeitig anderen beim Verkehr zuzusehen. Wieder andere lassen sich gerne beobachten und lassen sich von der Erregung der anderen Teilnehmer anstecken. Viele Gruppensex-Fans mögen es aber auch, wenn spontan noch weitere Leute beim Sex zu ihnen stoßen - sei es, weil sie selbst angefasst werden wollen oder es erregend finden, den eigenen Partner dabei zu beobachten, wie er oder sie neue Partner entdeckt.

Nicht zuletzt spielt auch das "Versaute" am Gruppensex eine Rolle. Er ist gewagt, er ist nicht alltäglich, er ist eine echte Erfahrung. Letztlich hat jeder seine ganz individuellen Gründe, Gruppensex zu wollen - wichtig ist, dass die eigenen Bedürfnisse befriedigt werden, ohne andere Teilnehmer dazu zu drängen.

Wie kann die Gruppe aussehen?

In einer kleineren Gruppe sollten sich alle Mitglieder zunächst sympathisch sein und ähnliche Vorstellungen haben. Je kleiner die Gruppe, desto weniger Ausweichmöglichkeiten gibt es, wenn man jemanden nicht an sich heranlassen will oder sehr stark abweichende Vorstellungen hat.

Bei mehr Teilnehmern lässt sich aber auch das vereinbaren, da sich dann jeder die Leute suchen kann, die zu ihm oder ihr passen. Beim Gruppensex lässt man sich nur mit denjenigen Leuten ein, auf die man sich auch freiwillig einlassen will - andernfalls signalisiert man, dass man nicht möchte, das wird akzeptiert. Vorstellungen, Wünsche, Fantasien und Tabus müssen vorher klar abgesprochen sein. Falls das eine Rolle spielt, sollte man vorher auch mit dem festen Partner darüber sprechen, was erlaubt ist und was nicht.

Risiken beim Gruppensex - und wie man sie verhindert

In einer verantwortungsbewussten Gruppe Erwachsener wird beim Gruppensex immer verhütet und auf Safer Sex geachtet. Kondome sind Pflicht. Schließlich weiß man vorher nie sicher, was mit wem passieren kann.

Immer beim Wechsel des Geschlechtspartners wird aus hygienischen Gründen ein neues Kondom übergestreift, diese sollten also greifbar in der Nähe sein. Bestenfalls haben alle Teilnehmer einen aktuellen HIV-Test und sind auch auf Geschlechtskrankheiten getestet. Wer zum ersten Mal mitmacht, sollte sich darüber informieren, wie man anderen begreiflich macht, was man nicht möchte - das ist aber ganz einfach. Wegschieben, wegdrehen und notfalls deutlich: "Nein!", sagen reicht völlig aus.

Was ist beim Gruppensex nicht erlaubt?

Beim Gruppensex gilt, dass immer Kondome verwendet werden. Sie sind die einzige derzeit bekannte Möglichkeit, Schwangerschaften und sexuell übertragbare Krankheiten gleichzeitig zu verhindern.

Weiterhin legen alle Mitglieder Wert darauf, niemanden zu etwas zu drängen. Es passiert nur, was beide oder alle Beteiligten wollen. Etwas schwieriger kann die Situation bei teilnehmenden Paaren werden. Viele Menschen in festen Beziehungen wollen nicht, dass der Partner auf die Annäherungen anderer Teilnehmer eingeht, da es ihnen nur ums "Dabeisein" geht, nicht aber ums Mitmachen. Darüber sollten beide vorher miteinander sprechen und sich an Vereinbarungen halten.

Was sind die Vorzüge von Gruppensex?

Wer sich grundsätzlich vorstellen kann, mitten im Geschehen Sex zu haben, wird an Gruppensex sicherlich großen Spaß haben. Er ist eine gute Möglichkeit, mit anderen zu verkehren, ohne dabei den eigenen Partner außen vor zu lassen - man kann gleichzeitig, miteinander oder auch nur nebeneinander Spaß haben.

Beim Gruppensex kommt eine Atmosphäre auf, die man nicht einmal bei einem Dreier so erleben würde. Er ist eine gewagte Erfahrung, aber auch ein besonderes Erlebnis für Experimentierfreudige. Gruppensex ist sicher nichts für eifersüchtig veranlagte Menschen, doch wer diese gut im Griff hat, kann etwas Erregendes daran finden, den eigenen Partner dabei zu beobachten, wie er sich bei anderen auslebt.


Jetzt als Gast den Beitrag kommentieren.