Dildos, die Bereicherung im Swingerleben

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Dildos: sinnliches Spielzeug und eine Bereicherung im Swingerleben

Der Dildo - Was ist das überhaupt?

Der Name Dildo leitet sich aller Wahrscheinlichkeit nach von dem lateinischen Ausdruck "diletto" ab, welcher ins Deutsche übersetzt in etwa "Entzücken" bedeutet. Damit werden alle Arten von Sexspielzeug bezeichnet, die in Form und Größe einen erigierten männlichen Penis nachbilden. Es muss jedoch gleich hinzugefügt werden, dass man heute aus einer enormen Bandbreite von Formen, Farben und Materialien wählen kann, die sich zum Teil erheblich von ihrem "natürlichen Vorbild" unterscheiden; und während Männer die naturgetreueren Nachbildungen zu bevorzugen scheinen, wecken bei Frauen insbesondere Modelle in phantasievollen Formen und kräftigen Farben ein starkes Interesse für einen Lieblings Dildo.

Ein Dildo kann auf vielerlei Art zum Einsatz kommen: Häufig wird er in Vagina oder Anus eines Sexualpartners eingeführt, er kann aber auch zur Stimulation der weiblichen Klitoris oder des G-Punkts oder der männlichen Prostata verwendet werden. So kann ein Dildo nicht nur bei der Selbstbefriedigung, sondern auch beim Liebesspiel von Paaren eine wichtige Rolle spielen.

Dieses Sexspielzeug hat eine jahrtausendealte Tradition und kam schon immer in erstaunlich vielen Formen und Größen daher. Sogar auf antiken Vasen aus vorchristlicher Zeit finden sich Abbildungen von Dildos mit einem Doppelende! Während historische Dildos aus Ton, Leder oder sogar Porzellan waren, werden sie heute vorwiegend aus PVC, Silikon, Acrylglas, Edelstahl oder Aluminium hergestellt. Dildos, die mit Hilfe eines elektromechanischen Antriebs zum Schwingen gebracht werden und mit ihren Bewegungen die erogenen Zonen von Männern und Frauen stimulieren können, werden im allgemeinen Vibratoren genannt; hier gibt es auch verschiedene Modelle zur Anwendung an unterschiedlichen Körperpartien, so zum Beispiel auch am Anus oder an der Brust.

Was sollte beim Kauf eines Vibrators beachtet werden?

Vorbei sind die Zeiten, in denen man Sexspielzeug nur in fragwürdigen Läden bekommen konnte, in deren Nähe man lieber nicht von Nachbarn oder Kollegen gesehen werden wollte.Inzwischen herrscht eine größere Akzeptanz des Themas, und jeder kann sich außerdem bequem und in Ruhe am heimischen PC einen Überblick verschaffen, Angebote vergleichen und online bestellen. Schnell wird dabei jedoch klar, dass man angesichts des riesigen Angebots leicht den Überblick verliert.

Generell gilt: Steht die Stimulation des weiblichen Sexualerlebens im Vordergrund, ist der Vibrator dem Dildo überlegen, da viele Frauen nicht durch Penetration, sondern allein durch die Stimulation der Klitoris zum Orgasmus kommen. Es gibt eine Fülle von Modellen mit unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten: Kleine Geräte zur äußeren Stimulation der Klitoris oder solche zum Einführen in die Vagina. Und dann gibt es noch zahlreiche Kombinationen von Dildos und Vibratoren in einem Gerät, die sich in Größe und Form je nach Anwendervorlieben teils erheblich unterscheiden. Es kommt bei der Auswahl des richtigen Modells auch darauf an, ob man sich allein oder zu zweit mit dem Vibrator vergnügen möchte und ob es dabei vor allem um die Stimulation erogener Zonen oder um das Einführen in Vagina und/oder Anus gehen soll. Es lohnt sich also, sich gründlich umzuschauen und die Produktbeschreibungen in Ruhe zu lesen.

Frauen wählen zur Selbstbefriedigung und zum Mitnehmen oft kompakte und diskrete kleine Geräte mit Batteriebetrieb (zum Beispiel in Eiform, oder den beliebten "pocket rocket"), die zum Teil besonders günstig und daher als Einsteiger-Modelle geeignet sind. Body Massagegeräte mit Elektroanschluss sind dagegen eher etwas für den längeren und kraftvolleren Einsatz in den eigenen vier Wänden. Für experimentierfreudige Paare kann ein Penisring mit Vibrationsfunktion interessant sein. Spezielle Vibratoren mit G-Punkt-Stimulation oder Butterfly-Vibratoren verlangen etwas mehr Übung in der Handhabung, bevor sie ihr "reizendes" Potential voll entfalten können. Und nicht jeder Vibrator passt perfekt zur individuellen Anatomie, daher sind ein wenig Geduld und Mut zum Ausprobieren und Experimentieren gefragt. Um die Vibrationsstärke verschiedener Geräte zu vergleichen, kann Frau sie (im Geschäft) an der Nasenspitze testen, da ihre Sensibilität der Empfindsamkeit der Klitoris ähnelt. Wenn sich herbei nicht zumindest ein zartes Kitzeln auslösen lässt, sind die Vibrationen zu schwach.

Wer bisher noch keine Erfahren mit einem Vibrator gesammelt hat, sollte darauf achten, ein Gerät mit stufenweise regelbarer Intensität zu wählen. Auch bei der Materialauswahl ist Aufmerksamkeit geboten: So sollte man bei Kunststoffmodellen auf eine gute Qualität der Rohstoffe und ihrer Verarbeitung achten, um gesundheitsschädliche Weichmacher und andere potentiell gefährliche Zusätze zu vermeiden; im Zweifel sollte man ein Kondom benutzen. Naturlatex ist sicherer, sollte aber nicht in Verbindung mit ölhaltigen Gleitmitteln eingesetzt werden und birgt ein Allergierisiko. Eine weitere, sichere Alternative ist echtes Silikon.

Welche Dildotypen gibt es?


Analdildos

Sie werden gelegentlich als auch butt plug oder Analstöpsel bezeichnet und von Männern und Frauen getragen. Dank ihrer speziellen konischen Form rutschen sie nach dem Einführen nicht eigenständig wieder aus dem Anus heraus. Sie dienen der sexuellen Stimulation oder der Dehnung zur Vorbereitung für den Analverkehr und sind auch mit Reizstrom- oder Vibrationsfunktion erhältlich. Anfänger sollten sich Zeit lassen und besonders vorsichtig und mit Hilfe von Gleitmittel zu Werke gehen, denn es besteht die Gefahr schmerzhafter Verletzungen.

Analketten

Hierbei handelt es sich um eine Reihe von Kugeln aus Kunststoff oder Metall, die wie die Perlen einer Kette starr oder durch einen Faden miteinander verbunden sind und in den Anus eingeführt werden. Durch langsames Herausziehen während des Orgasmus soll dieser verstärkt und verlängert werden. Es gibt Modelle mit mehreren kleineren oder zwei bis drei größeren Kugeln, welche einem Analdildo nahe kommen. Aus Hygiene gründen sollte hier besonders auf die Qualität der Materialien und deren Verarbeitung (im Hinblick auf eine gründliche Reinigung, Stichwort "sekretdichte Oberfläche") geachtet werden.

Doppeldildos

Hierbei handelt es sich um Dildos mit zwei unterschiedliche geformten und/oder strukturierten Enden, die wahlweise zum Einsatz kommen und unterschiedlich intensive Stimulation bieten. Sie sind starr (z.B. aus Glas) oder flexibel, zur gleichzeitigen Stimulation von Vagina und Anus, erhältlich. Zum Teil verfügen auch sie über eine Vibrationsfunktion.

G-Punkt-Dildos

Um den oft besonders sensiblen, etwa fünf Zentimeter hinter der Scheide an der Vorderseite der Vagina gelegenen G-Punkt zuverlässig zu erreichen und zu stimulieren, haben diese meist als Vibrator ausgelegten Sexspielzeuge am Ende ihres gebogenen Schafts eine abgeflachte und verdickte Fläche. Bei vielen Frauen löst die Massage dieses Bereichs eine besonders intensive Erregung aus.

Strap-on-Dildos

Sie werden von Männern und Frauen getragen. Im Prinzip handelt es sich immer um einen oder zwei Dildos (mit oder ohne Vibrationsfunktion), die von einem Gürtel oder Riemen in Position gehalten werden. Man unterscheidet Strap ons, an denen die Dildos außen angebracht sind, um den Partner damit zu penetrieren, von denen mit innen liegendem Dildo, welche nach dem Einführen von einem Harness oder einer "Hose" aus Leder oder Latex an ihrem Platz gehalten werden. Oft hat diese zusätzlich Öffnungen, damit während des Tragens eine weitere Stimulation der erogenen Zonen möglich ist. Kombinationen von innen und außen angebrachten Dildos, die den Träger/die Trägerin während der Penetration des Partners gleichzeitig stimulieren, sind ebenfalls erhältlich. Meist werden Strap ons um die Taille geschnallt bzw. wie eine Hose getragen; es gibt aber auch Modelle, die um den Schenkel geschnallt oder um den Kopf befestigt werden können.

Naturdildos

Dieser Begriff bezeichnet Dildos, die ihrem natürlichen Vorbild, dem männlichen Penis, besonders ähnlich sehen. Oft aus sehr flexiblem Jelly-Material hergestellt und mit einer starken Änderung und einer markant konturierten Eichel versehen, sollen sie den Benutzern ein besonders natürliches Empfinden vermitteln. Gelegentlich werden auch Dildos aus "natürlichen" Materialien wie Holz oder Elfenbein mit diesem Begriff belegt. Hier sollte man besonderes Augenmerk auf Hygiene und gründlichste Reinigung legen und (besonders bei porösen und nicht hundertprozentig glatten Oberflächen)gegebenenfalls ein Kondom einsetzen.


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